Spielplan

Coming 07.09.17: Weiche Ziele

Diskurstheater

Premiere
7. bis 10. September 2017, 20 Uhr

Acker Stadt Palast
Ackerstraße 169/170, Berlin

Aleks: Joannah Faust
Proz: Dieter Kölsch
Funkenmariechen: Katja Stelmaszyk

Text und Regie: Knife Knightbusch
Regieassistenz: Jakob Bogatzki
Bühnenbild: zwek, Jakob Bogatzki

Gewalt bleibt immer Gewalt, auch wenn Du noch so cool dabei aussiehst. Aber in entsprechende Narrative verpackt und mit dem nötigen Pathos aufgeladen wird Gewalt zu etwas Konsumierbarem, vielleicht sogar Akzeptierbarem. Das ist nicht neu und keineswegs nur ein Phänomen des amerikanischen Mainstreamkinos, diese Ästhetisierung der Gewalt ist ein traditionsreiches kulturelles Artefakt. Aufgeladen durch diese oder jene Ideologie wird selbst Mord und sogar Völkermord vermittelbar.
Die beiden Krieger Proz und Aleks haben sie alle erlebt: den Faschismus, den Sozialismus, den Neoliberalismus, Religiösen Fundamentalismus. Jedesmal töteten sie im Namen einer anderen Ideologie. Jetzt stehen sie an einer Bushaltestelle im Nirgendwo und warten auf den finalen Sieg, auch wenn sie nicht wissen, ob da noch jemand ist, der kämpfen könnte.

Coming 12/17: Kinder der Schlange

Mysterientheater

Premiere
12/17 in der Jugendakademie Bad Segeberg
Marienstraße 31, 23795 Bad Segeberg

Text und Regie: G.A. Beckmann

Die Handlung von „Kinder der Schlange“ orientiert sich lose an Heiner Müllers „Philoktet“, der die Geschichte des aussätzigen Außenseiters erzählt, von dem angenommen wird, dass er als Anführer seiner Schar und mit Hilfe seines legendären Bogens Entscheidendes für den Ausgang des trojanischen Krieges leisten könnte. Aufgrund des unerträglichen Gestanks einer entzündeten Wunde und der anfänglichen Weigerung diese durch Amputation zu „heilen“, wird Philoktet zunächst durch den einflussreichen Odysseus dazu verurteilt auf der Insel Lemnos ins Exil zu gehen, da sonst die Moral der griechischen Truppen geschwächt würde. Entsprechend zynisch reagiert Philoktet auf die billigen Versuche von Odysseus und Neoptolemos, ihn nach einem Orakelspruch für den Krieg der Griechen zurückzugewinnen. In „Kinder der Schlange“ ist die bittere Pointe der Philoktet-Problematik, dass der Blutdurst des Philoktet über seinen Stolz siegt und er schlussendlich mithilft das Kriegsgeschehen weiterhin am Laufen zu halten – eine zynische Erfüllung der Überzeugung Heiner Müllers, dass der Stolz und Eigensinn des Einzelnden der höheren Idee untergeordnet werden solle. Der Konflikt zwischen Selbst und Sachzwang zeigt sich in den „Kindern“ besonders in der Figur des Odysseus. Odysseus selber handelt nur so gnadenlos (wie beispielsweise die Verbannung seines ehemaligen engen Genossen Philoktet), wie er es tut, um den Krieg, dessen auch er als Gallionsfigur der griechischen Truppen bereits müde ist, so schnell wie möglich zu einem Ende zu führen – natürlich mit einem Sieg der Griechen. Deren Lagerkoller ist allerdings dem Wahnsinn mittlerweile nicht mehr unähnlich und durchkreuzt wohldurchdachten Strategien des Odysseus ständig. So wird auch die nächste große Offensive auf die Stadt Troja misslingen und der Krieg wird noch brutaler und sinnloser, als er es ohnehin schon ist.

Coming soon: Diese Ratte!

Die Gurls von G2G haben einen Film gedreht. Er heißt: „Diese Ratte!“. Das Skript ist nach Theodor Storms „Schimmelreiter“ konzipiert worden. Die Postproduktion ist jetzt gestartet. Es gibt erste Impressionen. Es hat ein Geschmäckle. Ein gutes Geschmäckle. Stay human! Stay tuned!

#german #angst #movie #stars

 

Coming 2018: Das verschüttete Schwein

Performativ-emersives Theater

Premiere 2018 tba, Berlin

Kollektive Inszenierung

Derzeit arbeiten wir an einer Performance zum Gedächtnis an den großen Spiritus Rector des Kollektivs, Helmar Schramm. Dazu wird ein verschüttetes Schwein gerettet werden.

Zunächst aber waren wir mit filmischen Lesungen, sowie Video- und Klanginstallationen auf der offiziellen Buchpräsentation vertreten:

 

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